Dienstag, 6. März 2012

Plagen an vollen Fordertagen

Wenn die Sonne nicht mehr ins Gesicht scheint und es wärmt, sondern nur noch blendet.
Wenn die Heimkehr erfrischender ist als der Aufbruch.
Wenn der Hirsch nicht mehr sein Geweih stolz zur Schau trägt.

Dann ist die Zeit gekommen, in der man die Hände aus den Hosentaschen ziehen muss, um sich von links nach rechts zusammenzureisen. Es hilft dem einsamen Wanderer nicht seine Sehnsucht zu verbergen noch hilflos zuzusehen, wie die Zeit verinnt. Vielmehr muss man sich ins Herz schauen und sich befragen: Was ist gerade wirklich wichtig, wo finde ich Befriedigung. Die Psychologie fände das natürlich ebenso interessant, im Bezug auf die Triebbefriedigung. Apropos Befriedigung, kann nicht die Pornoindustrie das Fasten leichter machen. Wenn schon die kleinste Süßigkeit zur Orgie wird, hilft das Leid der Welt um den Hals auch nicht mehr. Es macht dich nicht zum erzkatholischen Sängerknaben noch zum konservativen Gottesdientgänger. Wenn jemand mein Blut bekommt, möchte ich auch gewissheit, dass er es verträgt. Wenn meine Geliebte, mein Schatz Zuneigung bekommt, dann doch in dem Maße wie sie es verdient hat - nicht vernachlässigt und vergessen. Ob befiedert, perfiede oder ganz und gar ohne Triebfeder, wenn die Schreibelust und der Lesedrang sich die Waage halten, bestimmt nicht mehr das Sternbild, was im Programm angeschaut wird. Die großen Teller der Augen vermögen zwar im TV Eurosport und andre interessante Sachen vom Spreu trennen können, doch kann der Körper folgen, wenn die Anweisungen des Geistes in höchstem Maße präzise und rigide beschlossen waren?

Herr Oper, die Erklärung:
Milch ist das Bier der Sehnsüchtigen,
Joghurt das Fleisch der Unentschiedenen und Unzufriedenen.
Mehr zutrauen, mehr wagen.
Die Zukunft ist noch nicht vorbei. Sie ist noch frisch und nicht verspielt.

Machen Sie was draus ;)